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Außenmauernschutz

Eine aus Porenbeton aufgemauerte Wand mag vollkommen wasserdicht aussehen. In Wirklichkeit sind jedoch alle Steine porös und saugen das Regenwasser und die Aufsteigende Feuchtigkeit vom Boden her auf. Durch zerbröckelnde oder schlecht ausgemauerte Mörtelfugen kann Wasser in das Innere des Mauerwerks eindringen. In ungünstigen Fällen kann es passieren, daß Wasser an der Innenseite der Wand austritt.

Eine feuchte Wand kann nicht nur Schäden an Tapeten und Möbeln hervorrufen, sondern führt auch dazu, daß Fußbodendielen und andere Bauelemente aus Holz verrotten.
Darüber hinaus entsteht bei einem nassen Mauerwerk ein sehr hoher Wärmeverlust des Innenraumes. Der Wärmeverlust kann, in Relation zu einer trockenen Wand bis zu 50% betragen. Betroffen von diesem Effekt sind nicht allein massive Mauern, sondern auch Hohlwände mit einer dazwischenliegenden Dämmschicht. Dabei kann eine Dämmschicht das Problem noch vergrößern. Sie nimmt zusätzlich Feuchtigkeit auf, die normalerweise in dem Luftspalt zwischen den beiden Mauern verdunsten würde.
Es zahlt sich aus, jedes Außenmauerwerk wetterfest zu machen. Hier werden 3 Möglichkeiten des Schutzes beschrieben:

Praxis:
Nachputzen von Mörtelfugen

Mit Meißel und Fäustel oder einem Bohrhammer den altersschwach gewordenen Mörtel aus den Fugen ca. 15 mm tief entfernen. Der frisch angesetzte Mörtel wird mit einer Kelle in die Fugen gedrückt. Die Fugen müssen danach mit einer Fugenkelle sauber ausgearbeitet werden. Man kann sie auch zusätzlich noch formen, indem man ein Rohr mit ca. 15 mm Durchmesser in den angetrockneten Mörtel drückt.

Schützende Außenhaut erstellen
Es gibt die Möglichkeit das Mauerwerk mit einem wetterfesten Anstrich zu versehen. Jedoch müssen vor dem Anstrich einige Vorarbeiten erledigt sein. Mit einer steifen Bürste Schmutz und lose Partikel von der Wand entfernen. Ebenso Pilze und Moose lösen. Notfalls mit einem Fungizid behandeln. Das Mauerwerk muß vor dem Anstrich sauber und trocken sein. Bei glattem Mauerwerk wird die Farbe mit einem Roller auftragen. Ansonsten mit einem großen Borstenpinsel zu Werke gehen.

Tip:
Vor dem Farbkauf sollte man sich unbedingt informieren, ob die angestrebte Farbe sich auch mit dem vorhandenen Mauerwerk verträgt.

Verkleidungen
In manchen Gegenden ist die Verkleidung mit Holz weit verbreitet. Die Bretter werden auf eine Unterkonstruktion, bestehend aus Latten, aufgenagelt. Das darüberliegende Brett muß das darunterliegende überlappen.
Vor dem Anbringen dieser Verkleidung muß zuerst die Unterkonstruktion erstellt werden. 2 Latten an den beiden Kanten der Mauer anbringen. Befestigung mit Mauerdübel und den passenden Spax-Schrauben.

Tip:
Löcher mit einem Bohrhammer bohren. Im Abstand der Länge der Verkleidungsbretter weitere vertikale Latten zur Befestigung anbringen. Dabei ist darauf zu achten, daß die Enden der Bretter ca. die Hälfte der Unterlatten bedeckt, sodaß das weiterführende Brett ebenfalls aufgenagelt werden kann.
Beim Anbringen der Verkleidungsbretter wird von unten nach oben gearbeitet. Damit das erste Brett die richtige Neigung erhält, werden unmittelbar über dem Boden 2 waagrechte Latten am Mauerwerk befestigt. Nun kann mit dem Verkleiden begonnen werden.

Tip:
Profilhölzer eignen sich gut als Verkleidungswerkstoff. Die erstellte Verkleidung mit Farbe oder Holzschutzmittel bestreichen.

Achtung:
Sollten sich im Mauerwerk Öffnungen durch Fenster oder Türen befinden, muß um diese Öffnungen herum ebenfalls eine Unterkonstruktion erstellt werden.

Siehe auch:

Mauern