Löten an Kupferrohren
Gelötete Verbindungen werden auch Kapillarverbindungen genannt. Sie sind haltbarer als Schraubverbindungen, da sie wartungsfreundlicher sind. Damit die Lötstelle auch gelingt, bedarf es einiger Übung.
Das richtige Lötzinn/-fett muß verwendet werden, damit eine exakte und dichte Lötstelle entsteht. Fittings besitzen oft einen integrierten Lötring, der es einfacher macht, Lötverbindungen mit dem Rohr herzustellen. Rohr und Fitting werden mit dem Lötbrenner erhitzt, bis das Lot an der Naht sichtbar wird.
Sobald das Lot aufgebracht wurde, sollte der Verbindungsstelle kaum noch Energie zugeführt werden. Es besteht die Gefahr, daß das Lot verbrennt. Die Verbindung verliert an Festigkeit und kann unter Umständen schnell undicht werden.
Wenn das Lot zu heiß geworden ist, zeigt sich das an seiner Oberfläche. Sie ist nicht gleichmäßig silbern und weist Unebenheiten auf.
Tips:
- Bei Lötarbeiten an fest installierten Leitungen, die meistens an Wänden verlaufen, empfiehlt es sich, zwischen Wand und Lötstelle eine feuerfeste Matte einzuschieben.
- Ebenfalls sollten die Leitungen entleert sein, damit es nicht zur gefährlichen Wasserdampfbildung kommt. Tritt dieser Dampf aus der Lötstelle aus, sind Verbrennungen am eigenen Körper nicht auszuschließen.
Praxis:
Zuerst muß gewährleistet sein, daß die zu verbindenden Teile frei von Fett, Rost und anderen Verunreinigungen sind.
Auf die zu verbindenden Teile wird nun ein Flußmittel aufgetragen und anschließend werden sie zusammengesteckt.
Danach werden beide Teile mit dem Brenner gleichmäßig erwärmt. Dabei den Brenner immer in Bewegung halten, so daß keine ungleichmäßige Hitzeverteilung entsteht. Wenn man richtig erwärmt hat, beginnt das Flußmittel an allen Stellen gleichzeitig zu fließen. Auch angrenzende Rohrleitung erwärmen.






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